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MERKE: Wissenschaft ist ein Prozess, der auf stete Falsifikationen bestehender Erkenntnisse in fortwährender Kommunikation der Mitglieder der Wissenschaftsgemeinschaft untereinander hinausläuft (frei nach Karl Popper).
Wir haben nichts Besseres, als eben diese Wissenschaft mit ihren Abläufen. Manche – viele? – dieser Abläufe sind unschön geprägt durch Eitelkeiten, Dünkel, Ruhmsucht, Geld- und Machtgier im wissenschaftlichen Betrieb. Doch letztlich führen auch sie zur Erhellung dessen, was wir als Wirklichkeit bezeichnen. Daher ist sie nicht hochgenug wert zu schätzen.
Doch, ach! „In Wirklichkeit ist die Wirklichkeit nicht wirklich wirklich, aber wirklich ist sie doch.“ Dieser Andreas Okopenko zugeschriebene Werbespruch der Firma Humanic in den 1980er Jahren offenbart das ganze Dilemma, das in der Unfähigkeit des Menschen gründet, die Wirklichkeit als solche wirklichkeitsangemessen, somit: wahr, in Wahrheit, unverfälscht zu erfassen. So ist der Mensch auf Instrumente des Erkennens zurückgeworfen, die ihn nur mittelbar, nicht aber unmittelbar Wirklichkeit erkennen lassen. Ein Problem, um dessen Lösung die erkenntnistheoretischen Annäherungen seit vorsokratischen Zeiten ringen. Die Geschichte der Wissenschaft und der des Wissens ist gespickt voll von Irrtümern und Fehlinterpretationen, Richtigstellungen und ganzen Wissenschaftsrevolutionen. Gekoppelt an die conditio humanae ist genau dies auch Gegenstand der Wissenschaftssoziologie und Wissenschaftspsychologie.
Aufgabe einer Glosse als journalistische Textsorte ist es, auf humorvolle, in der Regel ironische bis sarkastische Weise zum Denken anzuregen und Probleme des fokussierten Bereichs in Kürze „schockartig anzureißen“, weit kürzer, als es ein wissensreiches und hochdifferenziertes Essay vermag. Die Bezeichnung der URL „Aufführungszauber und Fußnotengelehrtentum“ verfolgt in glossenartiger Manier den gleichen Zweck.
Dem Essay als feuilletonistische Hochkunst unter den journalistischen Textsorten wird hier nicht gehuldigt, sondern lediglich eine Link-Kompilation dargeboten, die das Thema „historische Aufführungspraxis“ umkreist.
Auslöser dieser Link-Zusammenstellung war die Frage, wie Orgelstücke von Johann Caspar Ferdinand Fischers zu interpretieren seien: traditionell-romantisch, historisch informiert oder gar historisch „authentisch“ und „werkgetreu“? Und wie geht das jeweils mit Auffassungen zusammen, die die Aufgabe von Orgelmusik im Rahmen einer katholischen Messfeier zum Inhalt haben?
Die Verlinkungen regen zum Nachdenken an, vorgedacht wird hier bewusst nicht: der Leser möge sich in die verlinkten Inhalte vertiefen und sein eigenes Urteil bilden. Nicht zuletzt: der Autor versteht sich als Dilettant im guten Sinne, nicht als Wissenschaftler, noch nicht einmal als Privatgelehrter. Um Nachsicht wird daher gebeten.
FAZIT zu J.C.F. Fischer und zur historischen Aufführungspraxis
- Fischer: spärliche Infos über Leben, Orgeln, Aufführungspraxis
- historische Aufführungspraxis wird keineswegs unkritisch hingenommen; von pragmatischen Ansätzen (HIP) bis zu apodiktischen fußgelehrtenartigen Auffassungen (HAP) findet sich ein relativ breites Spektrum an Meinungen, wie historische Aufführungspraxis auszuüben sei.
Persönliches zu meiner Verflechtung in die evangelische Kirchenmusik in den 1971 bis 1982 in Wien, davor und danach am Ende dieser Webseite.
GLIEDERUNG der Link-Kompilation – besonders aufschlussreiche Links sind fett herausgehoben
- Einzelne Arbeiten zum Thema als PDF
- Alte Musik und historische Aufführungspraxis inkl. der Kritik daran
- Musikwissenschaftliche Forschung allgemein und insbesondere in Bezug auf die historische Aufführungspraxis in Österreich, Norwegen und Deutschland (inkl. Christoph Bossert und dem Projekt Digitalisierung, Vernetzung und Vermittlung in der Lehre der Internationalen Orgelkunst – DVVLIO)
- Einzelne Aspekte der historischen Aufführungspraxis
- Aspekte der historischen Orgelspielweise
- Wiener historische Orgelspielweise im 20. Jahrhundert und ihre Vertreter
- Aspekte der historischen Spielweise in Frankreich (Barockzeit, Lully und Couperin)
- Johann Caspar Ferdinand Fischer: Lebensdaten, Orgeln, Autographen, Herausgeber
- Musikgeschichtlicher Rückblick
- Kirchenmusik:
- 19. Jahrhundert: nachtridentinisch-vorkonzilianisch,
- 20- Jahrhundert: nachkonzilianisch
- Katholische Kirchenmusik in Österreich
BEARBEITUNG: 19.10.2026 bis 20.10.2026
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GESONDERT BEIGEFÜGTE AUSFÜHRUNGEN IM ZUSAMMENHANG MIT HISTORISCHER AUSFÜHRUNGSPRAXIS ALS VERLINKTE PDF (nur diese Links öffnen in eigenem Tab, andere Links tun dies nicht)
Aufführungspraxis (Riemanns Musiklexikon, 121967) – LINK
Historische Aufführungspraxis (MGG2, 2001) – LINK
Caecilianismus (MGG2, 2001) – LINK
Dispositionen (Auszug), Orgellandschaften (Auszug), jeweils aus MGG2, 2001- LINK
Robert Haas: Ausführungspraxis der Musik, 1931- LINK
. zusätzlicher Link zum Download siehe unten
Robert Haas: Die Musik des Barock, 1929 – LINK
. zusätzlicher Link zum Download siehe unten
A. G. Ritter: Zur Geschichte des Orgelspiels – Textband, 1884 – LINK
. zusätzlicher Link zum Download siehe unten
A. G. Ritter: Zur Geschichte des Orgelspiels -Notenband, 1884 – LINK
. zusätzlicher Link zum Download siehe unten
D. Schmidl: Historische Aufführungspraxis in Wiener Konzertsälen, Saison 2007/2008, Diplomarbeit Universität Wien, 2008 (Begriffsklärungen) – LINK
. zusätzlicher Link zum Download siehe unten
Bernhard Kothe: ‚Die Musik in der katholischen Kirche : Wegweiser durch das gesammte Gebiet der katholischen Kirchenmusik nebst Abhandlungen über Regeneration derselben und den kirchlichen Verordnungen ; ein Handbuch für Chordirigenten und Kirchenvorstände‘, 1862 – LINK
Franz Xaver Witt: Der Zustand der katholischen Kirchenmusik, zunächst in Altbayern (Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz), 1865 – LINK
HINWEIS: neuere Darstellungen sind als PDF nicht greifbar (Frotscher, J. Mertin, J. Laukvik u.a.m.)
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Alte Musik
Historische (HAP) resp. Historisch orientierte Aufführungspraxis (HIP) – allgemein
Aufführungspraxis – auch: historische A. – ÖML
Historische Aufführungspraxis – Wikipedia
Historische Aufführungspraxis – Werkstatt Alte Musik (pdf)
Liste von Interpreten der historischen Aufführungspraxis – Wikipedia
im Kontext: Historische Musikwissenschaft – Wikipedia
im Kontext: Historismus – Kontext: Alte Musik, Historische Aufführungspraxis – ÖML
Historische (HAP) resp. historisch orientierte Aufführungspraxis (HIP) – geschichtliche Entwicklung
im Kontext: Concerts spirituels – Musikaufführungen zur Verbesserung der Aufführungspraxis im 19. Jhdt. In Wien – ÖML
Historische (HAP) resp. historisch orientierte Aufführungspraxis (HIP) – direkte Kritik
Historische Aufführungspraxis: Kritik – Wikipedia
Kritik von christoph schlüren an der historischen aufführungspraxis wo zu finden – Google-KI Suche
Historische Aufführungspraxis: deutliche Kritik – Christoph Schlüren – archive.org
Christoph Schlüren: Cantability » Pars Media
Beethovens ‚Eroica’ „mit 180 Instrumentisten“ | The New Listener
Quintessence, Resurrection, Zodiac – Ein Interview mit Christoph Schlüren | The New Listener
Historische (HAP) resp. historisch orientierte Aufführungspraxis (HIP) – indirekte Kritik
AUSZUG aus Busonis Tonkunst-Ästhetik: Historische Flügel vs. Moderne Konzertflügel – ein Disput – Seite 18 – Musikinstrumente – Busoni zur Kritik an seinen Bach-Transkriptionen – TAMINO-KLASSIKFORUM
Busonis Ästhetik – Google-KI Suche
Musikgeschichtliche Forschung in Österreich allgemein
Musikwissenschaftliches Institut an der MDW – Leiter ab 1900 bis aktuell – Google-KI Suche
Was versteht Guido Adler unter systematischer und historischer Musikwissenschaft? – Google-KI Suche
Robert Maria Haas – kurz, ohne erwähnten NS-Kontext – Wien Geschichte Wiki
Robert Lach – Nationalsozialistischer Kontext – Wikipedia
Musikgeschichtliche Forschung in Österreich mit Fokus auf Aufführungspraxis
Raphael Georg Kiesewetter – 18./19. Jahrhundert – Wikipedia
Molitor, Alois Franz Simon Joseph – im Kontext mit Kiesewetter – ÖML
Haas, Robert Maria – Handbuch-Artikel: Aufführungspraxis (1931) – ÖML
Aufführungspraxis der Musik – Robert M. Haas (1931) – archive.org obsolet, dennoch einen Blick wert, nicht NS- oder eurozentristisch verzerrt.
Die Musik des Barocks – Robert M. Haas (1929) – archive.org obsolet, dennoch einen Blick wert, nicht NS- oder eurozentristisch verzerrt.
Isolde Ahlgrimm – Cembalomusik-Aufführungen – Wikipedia
Josef Mertin (Musiker) – Wikipedia
im Kontext zu Melkus und Mertin: Nikolaus Harnoncourt –u.a. Concentus musicus – Wikipedia
Musikgeschichtliche Forschung in Norwegen und Deutschland mit Fokus auf historisches Orgelspiel
Jon Laukvik – Kontext Historische Orgelspielpraxis – Wikipedia
Jon Laukvik – neueste Ausgaben der historischen Orgelspielpraxis – Carus-Verlag
Musikgeschichtliche Forschung in Deutschland mit Fokus auf Aufführungspraxis
Adolph Bernhard Marx – Musikgeschichte und Aufführungspraxis, 19. Jhdt. – Wikipedia
Arnold Schering – Nationalsozialistischer Kontext – Wikipedia
Theophil Stengel – Nationalsozialistischer Kontext – Wikipedia
Historische Aufführungspraxis – Vorlesung Prof. Sandner 2003(pdf)
aktuell mit Leibildcharakter ab 2000
Christoph Bossert – Wikipedia
DVVLIO
DVVLIO – DOLB
Einzelne Aspekte der historischen Aufführungspraxis – Temperierung resp. Stimmung
Aristoxenos – Temperierte Stimmung auf mathematischer Grundlage vor Euklid – Wikipedia
Einzelne Aspekte der historischen Aufführungspraxis – Spielweise – allgemein
Verzierung: Zentraler Aspekt der Aufführungspraxis | Alte Musik |
Aspekte der historischen Aufführungspraxis – Spielweise – Orgel
Geschichte der Orgel – Wikipedia
Historische Aufführungspraxis für orgel: Zusammenfassung – Google-KI Suche
Welche musikhistorische Auffassungspraxis vertrat A.G. Ritter – Google-KI Suche
August Gottfried Ritter – Wikipedia
GeschichteDesOrgelspiels-Textband(A.G.RITTER,1884)
GeschichteDesOrgelspiels-Notenband(A.G.RITTER,1884)
Welche musikhistorische Auffassungspraxis vertritt Jon Laukvik – Google-KI Suche
Jon Laukvik – Kontext Historische Orgelspielpraxis – Wikipedia
Aspekte der historischen Aufführungspraxis – Spielweise – Wiener historische Aufführungspraxis Orgel im 20. Jhdt.
Anton Heiller – neue Bach-Interpretation, HIP – Wikipedia
Anton Heiller zum 100. Geburtstag
Anton Heiller – Biographie – Verlagsverzeichnis – Doblinger.pdf
Martin RIEKER – Schüler von A. Heiller und M. Radulescu – Evangelisches Museum Österreich
Welche musikhistorische Auffassungspraxis vertrat bzw. vertritt Peter Planyavsky? – Google-KI Suche
Peter Planyavsky – Schüler von A.Heiller – HIP gemäßigt/pragmatisch – Wikipedia
Michael Radulescu – Schüler von A. Heiller – HAP in strenger Auslegung – Wikipedia
Nachruf Michael Radulescu | mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Willkommen • Michael Radulescu
Martin RIEKER – Schüler von M. Radulescu und A. Heiller – Evangelisches Museum Österreich
Welche musikhistorische Auffassungspraxis vertrat Hans Haselböck? – Google-KI Suche
Hans Haselböck – HIP gemäßigt pragmatisch – Wikipedia
Nachruf Hans Haselböck | mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Hommage an Hans Haselböck zum 80er – radiokulturhaus.ORF.at
Hans Haselböck (*1928): Psalmenproprium (1968)
Thomas REUTER – Schüler von Hans Haselböck – Evangelisches Museum Österreich
Welche musikhistorische Auffassung vertritt Martin Haselböck? – Google-KI Suche
Martin Haselböck – HAP weniger pragmatisch – Wikipedia
Aspekte der historischen Aufführungspraxis – Spielweise – Französisches Barock
Welche historische Aufführungspraxis vertrat Louis Couperin (1626-1661) – Google-KI Suche
Pièces de clavecin, Livre 3 (Couperin, François) – u.a. Vorwort / strenge Vorschriften – IMSLP
Welche musikhistorische Aufführungspraxis vertrat Jean-Baptiste Lully – Google-KI Suche
Jean-Baptiste Lully – Wikipedia
Johann Caspar Ferdinand Fischer (1656-1746)
Johann Caspar Ferdinand Fischer – Wikipedia
Welcher organistenschule gehörte Johann caspar ferdinand fischer an – Google-KI Suche
Gibt es Autographen von Johann Caspar ferdinand fischer? – Google-KI Suche
EXKURS Wodurch ist speziell die süddeutsche resp. süddeutsch-böhmische organiszenschule gekennzeichnet – Google Suche Einleitung – 2783-1.pdf
Musikgeschichtlicher Rückblick
Worin liegt der Unterschied zwischen dem Palaestrina und dem Frescobaldi-Stil? – Google-KI Suche
Giovanni Pierluigi da Palestrina – Wikipedia
Girolamo Frescobaldi – Wikipedia
Franko-flämische Musik – Wikipedia
Giulio Caccini – um 1600: Monodie, Musica affetuosa – Wikipedia
Kirchenmusik
Wer gilt als das große Vorbild der katholischen Kirchenmusik? – Google-KI Suche
19. Jahrhundert – nachtridentinisch–vorkonzilianisch
Cäcilianismus: Zusammenfassung – Google-KI Suche
im Kontext dazu: Der Zustand der katholischen Kirchenmusik (Franz Xaver WITT,1865)
oder
Witt, Franz Xaver: Der Zustand der katholischen Kirchenmusik, zunächst in Altbayern (Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz), 1865 – MDZ
im Kontext dazu: ‚Kothe, Bernhard: Die Musik in der katholischen Kirche‘, 1862 – MDZ
oder
Kothe, Bernhard: ‚Die Musik in der katholischen Kirche : Wegweiser durch das gesammte Gebiet der katholischen Kirchenmusik nebst Abhandlungen über Regeneration derselben und den kirchlichen Verordnungen ; ein Handbuch für Chordirigenten und Kirchenvorstände‘, 1862 -| MDZ
20. Jahrhundert – nachkonzilianisch
Die katholische Kirchenmusik nach dem 2. Vatikanischen Konzil: Kenzichen? – Google Suche
Was gute Kirchenmusik wirklich auszeichnet | DOMRADIO.DE
im Kontext dazu: Vatikanisches Konzil, Zweites – Kirchenmusik u.a.m. – ÖML
Geschichte der österreichischen Kirchenmusik
Ernst Tittel, Österreichische Kirchenmusik. Werden – Wachsen – Wirken (Schriftenreihe des allgemeinen Cäcilien-Verbandes für die Länder der deutschen Sprache 2). Wien 1961. – nicht im Internet greifbar (urheberrechtlich geschützt)
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Persönliches zu meiner Verflechtung in die evangelische Kirchenmusik in den 1971 bis 1982 in Wien, davor und danach:
- erster Kontakt mit der pneumatischen zweimanualigen Klais-Orgel in der katholischen St.-Michaels-Kirche in Mammolshain um 1966 (Spieltisch und Prospekt), dem zwar älteren, aber damals jungen, lernenden Organisten Alfons Velte zuhörend auf der Orgelbank. Das Orgelspiel von A. Velte in der Kirche zu nicht gottesdienstlicher Zeit führte mich zur Orgel …
- Orgelspiel autodidaktisch ab ca. 1969 (KELLER: Orgelschule; 80. Choralvorspiele),
- Übemöglichkeiten in der katholischen Kirche in Mammolshain, in der evangelischen Kirche in Falkenstein im Taunus (pneumatische zweimanualige Orgel) und an der zweimanualigen Oberlinger-Orgel im Evangelischen Gemeindezentrum in Königstein im Taunus (während der letzten beiden Schuljahre 1970 und 1971 war ich dort zu finden; wir konnten uns die Entschuldigungen selbst schreiben, die Schulkollegen riefen mich zu einzelnen Klassenarbeiten; im Internet nicht mehr auffindbar).
- Organistendienst an der kleinen evangelischen Kirche in Mammolshain (jetzt Stadtteil von Königstein) an einer einmanualigen Oberlinger-Orgel).
- Einzelne Vertretungsdienste in evangelischen Gottesdiensten in Sulzbach im Taunus.
- Mitwirkung im Bachchor (Leitung: Hellmuth Rilling) der Frankfurter Bachgesellschaft (so genannt, wohl eher Frankfurter Bachkonzerte) Sommer 1970 bis Sommer 1971, Teilnahme an Konzert- und einer Schallplattenaufnahme.
- Februar 1971 Vorspiel vor Prof. H. Walcha inkl. eingehender Gehörprüfung an der Orgel der Christkönig-Kirche in Frankfurt am Main. Walcha vermittelt mich an Organisten J. Eichhorn zwecks Vorbereitung auf die Aufnahmsprüfung Evang. Kirchenmusik im Herbst 1971 an der Frankfurter Hochschule für Musik.
Durch meinen Weggang nach Österreich Juni 1971 ist es dazu mnicht mehr gekommen. - einziger Orgelunterricht 1971 (Februar bis Juni) bei dem Walcha-Schüler Joachim Eichhorn, Organist in Sulzbach im Taunus (Barockorgel in der evangelischen Kirche, Prof. Walcha kommt auf einen Besuch, dem ich beiwohnen kann)
- unter Vermittlung von Frau Jens, Evang. Kirchengemeinde, 1090 Wien, Seegasse (dort Probe-Mirikung im Gottesdienst als Organist) Ende 1970 oder Januar 1971. Anstellung als Organist ohne Kirchenmusiker-Prüfung in der Evang. Kirchengemeinde A.B. Wien-Ottakring (Pedalharmonium) bis 1982
Innovationen:- gemeinsame Liedauswahl mit Pfarrer Sepp Lagger jeweils samstags
- Vorlage eines „kirchenmusikalischen Zettels“ mit Angabe der Musikstücke
- Wechselgesang zwischen Kantor und der Gemeinde
- Impusgeber für den Orgelneubau und die Orgelauswahl (Bruno RIEDL, französisch disponierte 2-manualige Orgel hier und vor allem hier: Beschreibung, Prospekt (Bild) und Spieltisch (Bild), zusammenfassende Darstellung auf Organindex; Bruno Riedl-Eintrag im Organindex) gegen M. Rieker und dem von ihm propagierten, damals noch jungen Orgelbauer Friedrich Heftner; die entscheidende Idee einer französischen Disposition kam von Organist Mike Dean Walter (um 1955 bis 1980er/1990er, Suizid), der mich argumentativ und mittels Schallplatten von seiner Sichtweise überzeugte. Wir beide unternahmen zuvor Orgelfahrten zu Orgeln von Heftner und Bruno Riedl zwecks Entscheidungsfindung. Die Orgel wurde von der Gemeinde Wien (Kulturstadtrat Mrkvicka 1983 und dem Leiter des Musikreferates Kurt Rapf des Kulturamtes) maßgeblich gesponsert, was exzeptionell war, wurden doch i.d.R. nur Restaurierungen wertvoller historischer Instrumente gefördert; doch M.D. Walter hatte zu Rapf persönlich einen guten Draht. Eine geplante Erweiterung für das 2. Manual (Zungenstimme u.a. inkl. ausgearbeitetem Kostenvoranschlag von B. Riedl, es ging meiner Erinnerung nach um insgesamt drei zusätzliche Register) unterblieb, die zu sponsern die Gemeinde Wien sich ebenfalls anbot. Der Vorsitzende des Orgelkommittees verprellte die Gemeinde Wien, für deren Geldgabe er eine Reihe von Bedingungen aufstellte. Zur Rede gestellt, wurden wir, M.D. Walter und ich, darüber informiert, dass der Vorsitzende das Projekt zügig zu Ende bringen und die für die Erweiterung vorgesehenen Geldmittel in die Holzauskleidung der Decke des Kirchenschiffs investiert haben wolle; dies geschah auch. Aus diesem Grund quittierte ich den Organistendienst. An der Orgeleinweihungen nahmen M.D. Walter und ich daher nicht teil.
- Organisation von zwei Orgel-Benefizkonzerten (kirchliche und weltliche Barockmusik (Bach, Rosenmüller u.a.) mit kleinem Musikensemble, bestehend aus einer Querflötistin, zwei Sängern, Spinett; den b.c.-Part übernahm ich). Diese Konzerte brachten für die damalige Zeit reichlich mehrere tausend Schilling in das Orgelbudget, allein beim ersten Konzert erstaunenserregende 6.000 öS („das hätten wir nicht gedacht“, meiner Erinnerung nach war das eine Stimme aus der Superintendentur). Die Werbung wurde von mir durchgeführt mit handgefertigten (Mag. Rainer Fuchs, Wien) und per Kopie vervielfältigten DIN-A-3 Plakaten, die ich in kunstsinnigen Kaffeehäusern (Havelka u.a.), auf Unis (Musikakademie u.a.) etc.etc. verteilte und die Konzerte in der „Wiener Zeitung“ u.a. sowie im ORF-Hörfunk anzeigen ließ.
- Übemöglichkeiten ergaben sich an der Gollini-Orgel in der evangelischen Kirche H.B. in Wien, blieben aber sehr sporadischer Natur.
- Einbindung in den Verband für Evangelische Kirchenmusik (VEKÖ) unter Vermittlung v.a. von Martin Rieker, einzelne Beiträge dort (Sinn der Kirchenmusik, Notenkiste des Kirchenmusikers, Nachruf auf Organist Christian Mann); Teilnahme an Workshops gemeinsam mit Martin Rieker, Thomas Reuter, Günther Strnad u.a.. einzelne Verbandssitzungen (u.a. gemeinsam mit Klaus Hehn, u.a. ebendort habe ich nachdrücklich vor den anwesenden Kirchenoberen (Superindtendent Horn?) die Auffassung vertreten, die evangelischen Kirchenmusiker mögen besoldet werden, nicht nur Martin Rieker und meine Wenigkeit, zumindest je Gottesdienst-Mitwirkung.
- Ab 1982 blieb das Orgelspiel „links liegen“, Studium und dann der Beruf ließen keine Zeit mehr.
- ab 2003 Aufnahme des Orgelspiels am Elektronium zu Hause (Johannus) autodidaktisch mit einigem, nur langsam sich einstellendem Erfolg; insbesondere das Blattspiel, das ich „gar nicht“ beherrschte, wurde verbessert. Das Üben blieb aber irgendwie frustrierend und auch im Verhältnis zur aufgewandten Zeit geradezu frustran.
- ab ca. 2004 Teilnehmer am musikgeschichtlichen Seminar von Prof. Gailit
- Juli 2006 Orgelfahrt, Leitung Prof. Gailit, mit u.a. Elke Eckerstorfer, Ernst Wally (auch hier), zwei Gailit-Schülerinnen, einem CD-Studio-Eigner zu Barockorgeln in Mitteldeutschland (neue Bundesländer und Weimar, Leipzig etc.)
- 2006/2007 Schulterverletzung verunmöglichte Orgelüben.
- 2007 erstmaliges Aufsuchen der Riedl-Orgel in der Markus-Kirche in Wien-Ottakring: angetroffen habe ich ein „verwahrlostes Instrument“ mit erheblichen Mängeln und einem völlig verbauten „Hochsitz“ für den Organisten; Entschluss, die Kirchengemeinde zur sachgerechten Restaurierung (u.a. Tieferlegung des Organistensitzes durch Abbau des nicht-funktionellen Podestes, der den Knien eines Orgelspielers zusetzte) zu motivieren; Kontaktaufnahme mit dem evangelischen Kantor Matthias Krampe, Beauftragung von Orgelbaumeister Wolfgang Karner mit den Wiederherstellungsarbeiten durch die Kirchengemeinde. Ausbedungen wurde, dass ein Wartungsvertrag nach der Orgelrestaurierung ein nochmalige „Verwahrlosung“ nicht mehr zulasse. Der Wartungsvertrag wurde meines Wissens geschlossen mit Orgelbaumeister Wolfgang Karner.
Zum Orgelwunder 2007 berichtet Pfarrer Schwimbersky, ehemaliger Pfarrer der Marikuskirche.
Die Kirchenmusik in der Markuskirche lebte auf.
Als Klangbeispiel findet sich online eine akustische Vorstellung der Riedl-Orgel durch Pfarrer Szilárd Wagner und Organistin Ana Maria Ospina Ramirez. - 2007 zaghafte Versuche, u.a. mit Unterricht bei Matthias Krampe an der Orgel der evangelischen Kirche A.B. (wenige Stunden, die gelehrten Ausführungen an der Orgel und „apodiktische Spielanweisungen“ vergällten mir rasch den Unterricht – dies als rein subjektive Meinung).
- ca. 2014 Orgelfahrt, Leitung Prof. Gailit, Belgien und Niederlande (u.a. Brüssel)
- 2023 Entschied, die Johannus-Orgel nicht zu verkaufen; Wiederaufnahme des Orgelspiels, Aufsuchen der Diözesankirchenmusikschule (Aufnahmeprüfung, Basiskurs u.a.m.).
- Sommer 2024 Initiierung der Orgelrestaurierung der zweimanualigen Kegelladen-mechanischen Jan-Kuher-Orgel aus 1909; das Projekt kam nach drei Restaurierungswellen (Tomaž Močnik, Orgelbau Močnik (2024), Hartinger (Grazer Orgelstudio mobil) und Mitarbeiter Hilse (2024, 1. Restaurierungsphase), Hartinger (Grazer Orgelstudio mobil) und Mitarbeiter Hilse und Sauerzapf (2026, 2. Restaurierungsphase) heuer, 2026, zum Abschluss; ein Wartungsvertrag soll mit dem Grazer Orgelstudio geschlossen werden. Die Orgelrestaurierung durch zwei Mitarbeiter des Orglastvo Močnik blieben im Verhältnis zu den aufgewendeten Geldmitteln weit unter den Erwartungen, wie sich 2025 und 2026 in sorgfältig dokumentierter Weise von Herrn Hilse und ausführlichst von Herrn Orgelbaumeister Hartinger herausstellte.
Die teilrestaurierte Orgel wurde am 2. Mai 2025 den Teilnehmern der Orgelfahrt nach Unterkärnten und Slowenien der Diözesankirchenmusikschule in Wien (Leitung: Prof.a Melitta Ebenbauer) vorgestellt.
Der steirische Kirchenmusikreferent „aus dem Schilcherland“ Michael Rexeis (im Interview) hat die Kuher-Orgel auf Youtube akustisch (Vorführung der einzelnen Register) und inkl. ebendieser akustischen Vorführung der Orgelregister im Organindex beschrieben. - Sommer 2026 Einladung an Elke Eckerstorfer (auch hier) und Florian Maierl (auch hier), an der Kuher-Orgel zu konzertieren, der E. Eckerstorfer am 29. August 2026 folgte. Ein Konzert von Florian Maierl ist im Verlauf von 2027 angedacht.
FAZIT dieses RECHENSSCHAFTSBERICHTES:
- der Schreiber dieser Zeilen ist orgelspielerisch bemüht
- nicht unbeachtlich erfolgreiche organisatorische und Initiativen stellten sich ein
- relative kleines, aber „hochrangiges“ Netzwerk in der evangelischen (1971-1982), später katholischen Organistenszene.
- die Orgelspiel-Fähigkeiten bleiben heute im Verhältnis zur aufgewandten Zeit des Orgelspielens – freundlich gesagt – sehr mittelmäßig.
